Für Langgüter wie Stangen entsteht in Business Central ein neues Steuerungsmodell, bei dem der Artikelbestand konsequent in Metern geführt wird, während jede physische Längenausprägung – ob Neuware oder Reststück – über eine eigene, dynamisch attributierte Charge mit den Feldern „Länge pro Stück" und „Anzahl Stücke" abgebildet wird. Dadurch lassen sich beliebig viele Längen und Lieferanten-Varianten unter einer einzigen Artikelnummer verwalten, ohne die Stammdatenstruktur aufzublähen. Beim Zuschnitt wird die Originalcharge vollständig ausgebucht, der tatsächliche Verbrauch auf den Fertigungsauftrag gebucht und das Reststück automatisch als neue Charge mit aktualisierter Länge und vererbter Schmelzennummer eingelagert – der Wertfluss erfolgt dabei proportional, sodass jede Rest-Charge stets korrekt bewertet im Lager liegt. Ein intelligenter Reservierungshorizont soll künftig verhindern, dass Langläufer-Aufträge kurzfristig benötigte Bestände blockieren, wurde jedoch vorerst zurückgestellt. Das Ergebnis ist eine durchgängige, standardnahe Lösung, die Lagerlogistik, Fertigung und Finanzbuchhaltung lückenlos miteinander verbindet.